Coaching-Beispiele 

Hier finden Sie einige Beispiele aus meiner Coaching-Praxis, die Ihnen Problemstellungen verdeutlichen und aufzeigen, was Coaching bewirken kann.

Führungskonflikt

Leiterin Marketing: Frau Y wechselte als Primus inter pares aus dem Kollegium in die Rolle der Marketingleitung. Sie kam zu mir, weil sie sich unsicher war, wie sie ihre ehemaligen Kollegen nun als Vorgesetzte führen sollte ohne dabei die persönliche Beziehung zu ihnen zu gefährden, gleichzeitig jedoch ihren neugewonnenen Status durch gezieltes Aufzeigen von Grenzen durchzusetzen und zu halten.

Im Coaching wurde deutlich, dass Frau Y an ihren Führungskompetenzen zweifelte und die ergebnisorientierte Kommunikation mit ihrem Team scheute. Durch die Arbeit mit Glaubenssätzen, und die Etablierung neuer Sichtweisen lernte sie sich schrittweise in der neuen Rolle wohler zu fühlen und mit ihrem Team offener zu kommunizieren.

Mangelnde Autorität

Herr Z leitet seit zwei Jahren erfolgreich die Einkaufsabteilung eines mittelständischen IT Unternehmens. Vor drei Monaten wurde ihm ungefragt ein neuer Mitarbeiter, Herr Ö, zugeteilt, der sich nicht an Absprachen hielt, ihm während Meetings häufig ins Wort fiel und seine Autorität in der Abteilung untergrub. Herr Ö war der Neffe des Geschäftsführers und pflegte zu diesem ein sehr gutes Verhältnis.

Herr Z kam zu mir, weil er keine Möglichkeit sah, mit Herrn Ö konstruktiv zusammenzuarbeiten. Zudem fürchtete er um seine eigene Zukunft im Unternehmen, da die Spannungen zwischen ihm und Herrn Ö sich auf sein Standing beim Geschäftsführer auszuwirken drohten. Im Coaching arbeiteten wir an Herrn Z´s Ressourcen als kompetente Führungskraft, die er, nach einem klärenden Gespräch mit Herrn Ö in Beisein des Geschäftsführers und einem Mitglied des Betriebsrates nutzen konnte, um zu einem professionellen Umgang mit seinem neuen Mitarbeiter zu finden. Dieser verließ nach weiteren zwei Monaten das Unternehmen auf eigenen Wunsch.

Karriere entwickeln

Frau W kam zu mir, weil sie mit ihren Aufgaben als Assistentin der Geschäftsführung eines mittelständischen Maschinenbauers unzufrieden war. Ihre zunehmend schlechte Stimmung und ein Gefühl von Unterforderung begannen, das freundschaftliche Verhältnis zu ihrem Vorgesetzten zu belasten.

Im Coaching erarbeiteten wir gemeinsam ein Bild dessen, was eine erfüllende berufliche Situation für Frau W kennzeichnen würde und stellten fest, dass ihre Wünsche und Bedürfnisse in ihrer aktuellen Position nicht genügend berücksichtigt werden konnten. Frau W sah ihr Potenzial in ihrem Job nicht ausgereizt und wechselte nach 6 Monaten auf eine Stabsstelle mit Personal- und Strategieverantwortung in einem Start-up Unternehmen

Überlastung

Herr F suchte mein Coaching wegen Schlafstörungen und nachlassender Leistungen im Job auf. Seit 7 Jahren arbeitete er im Vertriebsinnendienst einer großen Handelkette. Sein neuer Vorgesetzter forderte von seinen Mitarbeitern eine hohe zeitliche und energetische Verfügbarkeit und macht seine Anerkennung stark von quantifizierbaren umsatz- und gewinnabhängigen Resultaten abhängig. Die Ergebnisse von Herrn F waren zuvor immer einwandfrei gewesen, aber die fehlende Wertschätzung und die cholerische Art seines Chefs belasteten ihn sehr.

Im Coaching wurde deutlich, dass Herr F im Umgang mit seinem Chef überfordert war. Da er auch nach wiederholten Coaching Sitzungen keine Möglichkeiten sah, sich gegen die fordernde Art seines Vorgesetzten erfolgreich abzugrenzen, suchten wir gemeinsam nach Alternativen. Heute arbeitet Herr F in einer anderen Abteilung des gleichen Unternehmens, wo er seine Aufgaben in Einklang mit seiner fachlichen Kompetenz und seinem persönlichen Energieeinsatz erfüllen kann und bei seinem Chef die nötige Anerkennung findet.

Krisen bewältigen

Herr X, Leiter Schadensregulierung bei einem großen Kfz-Versicherer, kam nach einem gesundheitlichen Zusammenbruch zu mir, den er auf die belastende Situation in seinem Beruf zurückführte. Seine Abteilung befand sich in einer Phase der Umstrukturierung. Er sah wenig eigenen Handlungsspielraum und die verbleibenden Mitarbeiter waren unmotiviert und verunsichert.

Im Coaching erarbeiteten wir Strategien, die es Herrn X erlaubten, berufliche und private Anforderungen und Bedürfnisse stärker zu trennen. Dadurch fand Herr X zu mehr Ruhe und Ausgeglichenheit im privaten, sowie neuem Optimismus im beruflichen Umfeld. Diesen konnte er dann auch erfolgreich einsetzen, um sein Team zu motivieren und souverän zu führen.

Mobbing

Frau G kam zu mir, weil sie sich in ihrem Team gemobbt fühlte. Innerhalb des Teams, das aus vier Frauen und einem männlichen Vorgesetzten bestand, herrschte ein starker Konkurrenzdruck. Die Leistungen der anderen Teammitglieder wurden abgewertet, die eigenen übermäßig betont. Frau G wurde immer wieder für Fehler verantwortlich gemacht, die anderen Kollegen unterlaufen waren und reagierte auf das monatliche Reporting bei ihrem Chef bereits Tage vorher mit Schlaflosigkeit, Schweißausbrüchen und Herzrasen.

Im Coaching versuchten wir zunächst Gründe dafür zu finden, dass Frau G die Rolle des Sündenbocks einnahm und dadurch psychisch und physisch so sehr belastetet wurde. Allerdings war der Leidensdruck so groß, dass ein Wechsel des Arbeitsumfeldes unumgänglich wurde. So nutzten wir die freie Zeit bis zum Beginn der neuen Tätigkeit, um Frau G´s Selbstwertgefühl und Durchsetzungsvermögen zu stärken.

Auftreten optimieren

Als Sachverständiger für Brandgutachten musste Herr K regelmäßig seine Gutachten vor Gericht oder vor Vertretern der Versicherungen präsentieren. Obwohl er stets gut vorbereitet war, wirkte er in seinen Vorträgen derart unsicher, dass bereits mehrfach Zweitgutachten angefordert worden waren, weil man seine Kompetenz und Glaubwürdigkeit anzweifelte.

Im Coaching übten wir zielgruppengerechte Kommunikation und arbeiteten an Herrn K´s Körpersprache, Ausdruck und Erscheinungsbild. Zusätzlich suchten wir nach Gründen für seine Unsicherheit und fanden diese in seiner Kindheit, wo er als jüngster von drei Brüdern in Diskussionen häufig ignoriert oder nicht ernst genommen wurde. Im Laufe des Coachings lernte Herr K, selbstsicher und überzeugend aufzutreten, wodurch sich auch die Zahl der angeforderten Zweitgutachten deutlich verringerte. Sein Selbstbewusstsein wurde dadurch signifikant gestärkt. Dabei fiel auch ein Zeitgewinn für private Belange als „Nebenprodukt“ ab.

Souveränität in der Öffentlichkeit

Herr B wurde von seinem Arbeitgeber, einem großen Unternehmen der Energiewirtschaft, zu mir geschickt. Er sollte sich mit meiner Unterstützung auf seine neue Position als Leiter Öffentlichkeitsarbeit vorbereiten. In dieser Funktion musste er häufig vor TV-Kameras Statements zu aktuellen Themen der Energiewirtschaft abgeben.

Im Coaching stellte sich schnell heraus, dass Herr B an seiner Sprache, seiner Authentizität und seiner Außenwirkung arbeiten musste. Wir nutzten Videoanalysen, um bei Herrn B das Bewusstsein für seine Wirkung zu stärken und das Sprechen vor der Kamera zu üben. Im Laufe des Coachings gewann Herr B schließlich die nötige Sicherheit und Technik, um auch auf schwierige oder provokative Fragen sachlich und souverän zu reagieren.